Kurzurlaub auf Fyn / Dänemark
...oder mit einer (armen) Reichweite unterwegs
Im März haben wir uns kurzfristig entschlossen, ein paar Tage Urlaub auf Fyn zu verbringen.
Also fix die Hunde und den Wagen fertig gemacht, ein paar Klamotten in die Koffer und ab ging es.
Wie bekannt ist, verbraucht der LandCruiser etwas mehr Gas als “normale” Autos. Somit ist die Reichweite mit max. 150 Kilometern schon recht gewöhnungsbedürftig. Aber man soll ja das Gute sehen – so haben wir viele Gelegenheiten mit den Hunden zwischendurch Gassi zu gehen. Vollgetankt in Neuenburg. Zur Sicherheit beide Tanks – in Dänemark ist die Super-Suppe noch einen Tick teurer.
Den ersten Stop gab es dann in Sittensen. H-Gas für 88,9. Etwas abseits der Autobahn. Durchaus gewollt damit die Hunde mal raus können. Die fahren zwar gerne Auto, aber das war die erste längere Fahrt. Weiter ging es Richtung Nord.
Der Nächste Stop in Neumünster. Wieder H-Gas für 94,9. Der letzte Tankstopp dann quasi direkt an der Grenze in Handewitt. Nochmal H-Gas für 93,0. Eine super Tanke mit zig Erdgas Säulen. Na gut, etwas übertrieben, aber 4 waren es bestimmt ;-)
Jetzt heisst es also durch Dänemark soweit es mit dem Gas reicht. Nachbunkern ist in unserem nördlichen Nachbarland leider nicht möglich. Bedingt durch das H-Gas und die Geschwindigkeitsbegrenzungen habe ich einen neuen Rekord aufgestellt. Nach fast 180 Kilometern lief er immer noch auf Gas. Allerdings nicht wirklich gut.
Das letzte H-Gas hat er nicht so vertragen. Auf Strecke keine Probleme, aber so gut wie keinen Leerlauf. Da sich aber in Odense, wo wir mittlerweile angekommen waren, alle roten Ampeln Dänemarks versammelt hatten, konnte man das folgende Spiel öfters beobachten.
– Rote Ampel – Automatikwalhebel in N – Bremsen mit dem linken Fuß – Rechter Fuß auf dem Gaspedal – Leerlauf halten – resigniertes Kopfschütteln der besten Ehefrau von allen
Nachdem dieses Prozedere doch ziemlich nervig war, habe ich dann doch endlich auf Benzin umgeschaltet und wir konnten ohne Probleme weiter fahren. Nach insgesamt fast genau 500 Kilometern haben wir dann auch das Ferienhaus erreicht. Torreso-Strand – ein Örtchen das eigentlich nur aus drei Reihen Ferienhäusern besteht.
Nachdem wir eine tolle Woche mit vielen Strandspaziergängen und viel Ruhe verbracht haben, mussten wir leider wieder nach Hause. Zwischenzeitlich hatte ich in Dänemark für ein paar Kronen Benzin nachgetankt, und wir sind tatsächlich fast auf dem letzten Tropfen wieder in Handewitt eingelaufen. Als letzte Reserve hatte ich ja noch ein paar Gramm in der Buddel. Also wieder alle Tanks füllen und ab nach Hause. Unterwegs haben wir noch einmal in Sittensen Erdgas nachgetankt. Das bedeutete zwar ein paar Kilometer auf Benzin, aber wir wussten wo wir mit den Hunden raus konnten.
Fazit:
Reisen mit einer wirklich geringen Reichweite geht. Man muss sich eben Zeit nehmen, und schon die Fahrt als Urlaub sehen. Ich würde es immer wieder so machen.
Das gas24-Team dankt “Friesencruiser” für diesen Bericht!