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Unabhängigkeit in der eigenen Garage: So tankt man Erdgas direkt zu Hause


Foto von Petr Urbanek auf Unsplash

Wer abends nach Hause kommt, wünscht sich oft den Luxus, den Wagen einfach in der heimischen Garage anzuschließen und am nächsten Morgen mit vollem Tank zu starten. Was bei Fahrzeugen mit Batterie in vielen Haushalten der Standard ist, lässt sich auch für Modelle realisieren, die mit Gas fahren. Eine eigene Anlage zum Befüllen nutzt den bestehenden Anschluss für das Gas im Gebäude und presst den Kraftstoff über Nacht in die Behälter des Wagens. Dieses Konzept bietet mehr Freiheit und spart den Umweg am Morgen. Dennoch erfordert die Installation der Technik eine genaue Prüfung der baulichen Voraussetzungen vor Ort.

Die richtige Planung für das Budget und den Bau

Die Anschaffung eines Kompressors für das heimische Netz ist eine Investition, die gut durchdacht sein will. Wer ohnehin ein neues Haus plant oder die bestehende Garage grundlegend saniert, sollte diese Ausgaben direkt in das Budget für das Gebäude einrechnen. Um den finanziellen Rahmen sicher abzustecken, kann man die Baufinanzierung online berechnen und so verschiedene Szenarien am Rechner durchspielen.

Die Fachleute von Baufi24 unterstützen dabei, aus über 600 Anbietern das passende Darlehen für das Vorhaben zu filtern. Durch diesen umfassenden Marktvergleich findet man maßgeschneiderte Lösungen für die Finanzierung, die auch spezielle Wünsche wie eine heimische Zapfanlage sauber abdecken. Eine persönliche Beratung durch einen Vermittler wie Baufi24 bewahrt Bauherren davor, teure Kredite für spätere Anpassungen aufnehmen zu müssen. Der Prozess bis zum Abschluss des Vertrages lässt sich dabei bequem digital abwickeln, was Zeit und Wege spart.

So kommt das Gas aus der Leitung in das Auto

Die technische Umsetzung basiert auf einem sogenannten Langsamfüller. Während öffentliche Stationen mit großen Speichern arbeiten, um den Druck in wenigen Minuten auf über 200 Bar zu bringen, wählt die Anlage für den privaten Gebrauch einen ruhigeren Weg. Sie saugt das Gas aus der normalen Leitung des Hauses an und verdichtet es kontinuierlich mit einem kleinen Motor. Dieser Vorgang dauert meist mehrere Stunden, weshalb sich die Stunden in der Nacht für das Befüllen anbieten. Der Wagen wird nach der Ankunft am Abend über einen Schlauch mit der Zapfstelle gekoppelt. Sobald die Behälter im Auto vollständig gefüllt sind, schaltet das System automatisch ab. Man benötigt für den Betrieb lediglich einen überdachten Stellplatz, einen Zugang zum Gasnetz des Hauses sowie einen normalen Anschluss für Strom.

Vorgaben der Behörden und nötige Genehmigungen

Eine solche Installation unterliegt in Deutschland strengen Regeln. Bevor der Installateur mit der Arbeit beginnt, muss der lokale Versorger dem Vorhaben zustimmen. Der Betreiber des Netzes prüft, ob die Leitungen in der Straße für den zusätzlichen Verbrauch ausgelegt sind. Auch der zuständige Schornsteinfeger und die Baubehörde der Gemeinde verlangen entsprechende Papiere und Nachweise. Die Garage selbst muss gut belüftet sein, damit sich bei einem kleinen Leck kein brennbares Gemisch in der Raumluft bilden kann. Da das Gas leichter als die umgebende Luft ist, zieht es stets nach oben ab. Öffnungen für die Lüftung im Dach oder im oberen Bereich der Wände sind daher zwingend vorgeschrieben. Nach dem vollständigen Aufbau nimmt ein Sachverständiger die Anlage ab und bescheinigt den sicheren Betrieb.

Wann sich die Technik wirtschaftlich rechnet

Ein privater Kompressor verursacht Kosten bei der Anschaffung, die sich erst über die Jahre des Betriebs ausgleichen. Die Geräte schlagen meist mit mittleren vierstelligen Beträgen zu Buche. Dazu addieren sich die Rechnungen für den Fachbetrieb, der die Rohre verlegt. Auf der Seite der Einsparungen steht der Preis für den Kraftstoff. Wer das Gas über den Tarif für das Haus bezieht, zahlt in der Regel weniger als an der öffentlichen Station. Man profitiert von den Rabatten der Versorger für große abgenommene Mengen. Dabei sollte man den Bedarf an Strom für den Verdichter in der Rechnung nicht vergessen. Der Motor benötigt Energie für seine Arbeit, was die laufenden Ausgaben leicht erhöht. Besitzt das Haus jedoch eine Anlage für Solarstrom auf dem Dach, verbessert sich die Bilanz deutlich, wenn der Wagen tagsüber geladen wird. Das Projekt lohnt sich vor allem für Pendler, die hohe Distanzen zurücklegen und den Wagen fast täglich füllen.

Technik für die Sicherheit im eigenen Haus

Viele Menschen haben Respekt vor dem Umgang mit brennbaren Stoffen in geschlossenen Räumen. Die moderne Technik für das Befüllen ist allerdings auf ein hohes Maß an Sicherheit ausgelegt. Die Schläuche verfügen über Ventile, die sofort blockieren, falls der Druck unerwartet abfällt. Ein Abreißen des Anschlusses ist ohne Gefahr möglich, falls jemand versehentlich losfährt, während das Auto noch gekoppelt ist.

Die Verdichter selbst stehen in stabilen Gehäusen, die den Lärm dämpfen und mechanische Schäden verhindern. Wer die Anlage regelmäßig durch einen Fachbetrieb warten lässt, senkt das Risiko für einen Defekt auf ein Minimum. Die Sensoren im System melden Fehler sofort und schalten die Maschine komplett ab, bevor eine kritische Situation entstehen kann. Verglichen mit gelagerten Kanistern für Benzin, bei denen Dämpfe am Boden bleiben, verflüchtigt sich austretendes Gas schnell über die Öffnungen im Dach, was die Gefahr für die Bewohner deutlich verringert.

Text: Hannes Graubohm

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