Alternative Antriebe
Neben dem Erdgasbetrieb gibt es noch verschiedene andere Antriebsarten, die in den letzten Jahren entwickelt wurden. Im Vergleich ist Erdgas zur Zeit die günstigste und umweltfreundlichste Alternative zu Benzin und Diesel.
Biogas
Biogas entsteht als nachwachsender Kraftstoff bei der kontrollierten Zersetzung von landwirtschaftlichem Mähgut, Gülle und organischen Abfällen. Das bedeutet für Biogas eine fast 100 %ige CO2 Neutralität. Um die Qualität von Erdgas zu erreichen, muß Biogas zuvor gereinigt und einem energieintensiven Veredelungsprozeß unterzogen werden. Weitere Infos zu Biogas
Hybridfahrzeuge
Sie arbeiten mit einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor. Sie können das Fahrzeug direkt antreiben können (parallel) oder der Verbrennungsmotor dient ausschließlich zur Stromerzeugung an board (seriel). Weitere Informationen und Übersicht zu Hybridfahrzeugen finden Sie unter stromdrive.de
Elektrofahrzeuge
Diese Fahrzeuge werden ausschließlich durch einen Elektromotor angetrieben. Sie können völlig abgasfrei fahren, vorausgesetzt der genutzte Strom wird regenerativ erzeugt. Aber auch bei Strom aus konventioneller Stromerzeugung liegen die Co2-Emisionen deutlich unterhalb von herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Weitere Infos zu Elektrofahrzeugen
Flüssiggas
Die bekannte Kohlenstoffverbindung aus unterschiedlichen Teilen Propan und Butan weist ähnliche Umweltvorteile wie Erdgas auf. Ein besonderer Vorteil ist die hohe Speicherdichte (8 bar) und hohe Klopffestigkeit und eignet sich daher gut für den Einsatz in PKW’s. Der Verbrauch liegt etwa 20 – 30 % höher als bei Benzinfahrzeugen. Dafür liegt der Preis bei nur ca. 60 Cent pro Liter. Nachteil ist die physikalische Eigenschaft schwerer als Luft und leichter entzündbar zu sein. Daher ist das Parken in Tiefgaragen und das Benutzen von Schiffsfähren nur eingeschränkt möglich.
Da Flüssiggas ein Nebenprodukt der Erdölraffinerie ist, hängt seine Verfügbarkeit eng mit der von Benzin und Diesel zusammen.
h2. Alkohol
Für den Fahrzeugantrieb eignen sich das giftige Methanol oder Ethanol, letzteres bekannt als E85. (85% Ethanol, 15% Benzin), dass mit modifizierten Ottomotoren verbrannt werden kann. Im Vergleich zu herkömmlichen Otto- und Diesel Motoren bilden sich bei der Verbrennung weniger ozonbildende Stoffe. Methanol wird aus Erdgas hergestellt, wobei bis zu 33% Energie verloren geht. Ethanol wird hingegen aus Weizen oder Zuckerrüben hergestellt.
Pflanzenöle
Reines Pflanzenöl (Salatöl) ist in unbehandeltem Zustand CO2- neutral und frei von Schwefel.
Bedingt duch die hohe Viskosität und Zündtemperatur muss der Kraftstoff allerdings vorher erwärmt werden, um die Leistung und Lebensdauer des Motors nicht zu beeinträchtigen.
Um eine ähnliche Viskosität wie fossile Dieselkraftstoffe zu erreichen, wird z.B. Rapsöl mit hohem energetischen Aufwand mit Methylester versetzt. Dieser als Biodiesel (Rapsmethylester) bekannte Kraftstoff kann in vielen neuen Dieselfahrzeugen ohne Umrüstung verbrannt werden.
Eine Ökobilanz des Umweltbundesamtes bescheinigt aber auch Biodiesel keine guten Noten aus Umweltsicht. Der Anbau von Raps in entsprechenden Mengen würde zu starken ökologischen Nachteilen führen. Als wettbewerbsfähiger Kraftstoff müßte Biodiesel dauerhaft doppelt subventioniert werden: durch Agrasubventionen und die Mineralölsteuerbefreiung.
Wasserstoffantrieb
In einer Brennstoffzelle wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Luftsauerstoff elektrische Energie erzeugt.
Wasserstoff eine unerschöpfliche Quelle von Wärme und Licht – viele Berichte aus Wissenschaft und Technik und Statements von Politikern vermitteln diesen Eindruck, doch der Schein trügt. Zwei entscheidende Probleme dieser Technologie werden häufig übersehen:
- Das scheinbar einzige Abgas der Wasserstofftechnologie, der Wasserdampf ist genauso wie CO2 ein Treibhausgas und heizt die Atmosphäre kräftig an. Das Forschungszentrum Jülich stellte fest: “Nicht CO2 ist das Treibhausgas Nr. 1 in unserer Atmosphäre sondern Wasserdampf.”
- Die Vorkommen der in Brennstoffzellen eingesetzten Edelmetalle Platin, Rhodium und Palladium sind begrenzt. Zahlen des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie zufolge würde die Weltproduktion von Platin von insgesamt 158 Tonnen (Stand 2000) nicht mal für eine Jahresproduktion von 5,3 Mill. Autos in Deutschland reichen. Für die restliche Welt blieben dann keine Rohstoffe für die Produktion der Brennstoffzellen übrig. Auch andere Industrien müßten auf diesen Rohstoff ganz verzichten. Zudem ist die Gewinnung von Platin äußerst umweltschädigend.
Statt der Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas, wäre die Gewinnung mit Hilfe der umweltfreundlichen Solarenergie oder der Wasserkraft möglich, hierfür fehlen jedoch die Ressourcen.
Das Umweltbundesamt kommt daher zu dem Schluß, daß der Einsatz von Wasserstoff aufgrund der hohen Energieverluste bei der Herstellung und Aufbereitung des Energieträgers zurzeit nicht zu befürworten ist.
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