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Alternative Antriebe

Neben dem Erdgasbetrieb gibt es noch verschiedene andere Antriebsarten, die in den letzten Jahren entwickelt wurden. Im Vergleich ist Erdgas zur Zeit die günstigste und umweltfreundlichste Alternative zu Benzin und Diesel.

Wasserstoffantrieb

In einer Brennstoffzelle wird durch die Reaktion von Wasserstoff und Luftsauerstoff elektrische Energie erzeugt.

Wasserstoff eine unerschöpfliche Quelle von Wärme und Licht – viele Berichte aus Wissenschaft und Technik und Statements von Politikern vermitteln diesen Eindruck, doch der Schein trügt. Zwei entscheidende Probleme dieser Technologie werden häufig übersehen:

  1. Das scheinbar einzige Abgas der Wasserstofftechnologie, der Wasserdampf ist genauso wie CO2 ein Treibhausgas und heizt die Atmosphäre kräftig an. Das Forschungszentrum Jülich stellte fest: “Nicht CO2 ist das Treibhausgas Nr. 1 in unserer Atmosphäre sondern Wasserdampf.”
  2. Die Vorkommen der in Brennstoffzellen eingesetzten Edelmetalle Platin, Rhodium und Palladium sind begrenzt. Zahlen des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie zufolge würde die Weltproduktion von Platin von insgesamt 158 Tonnen (Stand 2000) nicht mal für eine Jahresproduktion von 5,3 Mill. Autos in Deutschland reichen. Für die restliche Welt blieben dann keine Rohstoffe für die Produktion der Brennstoffzellen übrig. Auch andere Industrien müßten auf diesen Rohstoff ganz verzichten. Zudem ist die Gewinnung von Platin äußerst umweltschädigend.

    Statt der Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas, wäre die Gewinnung mit Hilfe der umweltfreundlichen Solarenergie oder der Wasserkraft möglich, hierfür fehlen jedoch die Ressourcen.

    Das Umweltbundesamt kommt daher zu dem Schluß, daß der Einsatz von Wasserstoff aufgrund der hohen Energieverluste bei der Herstellung und Aufbereitung des Energieträgers zurzeit nicht zu befürworten ist.

    Flüssiggas

    Die bekannte Kohlenstoffverbindung aus unterschiedlichen Teilen Propan und Butan weist ähnliche Umweltvorteile wie Erdgas auf. Ein besonderer Vorteil ist die hohe Speicherdichte (8 bar) und hohe Klopffestigkeit und eignet sich daher gut für den Einsatz in PKW’s. Der Verbrauch liegt etwa 20 – 30 % höher als bei Benzinfahrzeugen. Dafür liegt der Preis bei nur ca. 60 Cent pro Liter. Nachteil ist die physikalische Eigenschaft schwerer als Luft und leichter entzündbar zu sein. Daher ist das Parken in Tiefgaragen und das Benutzen von Schiffsfähren nur eingeschränkt möglich.

    Da Flüssiggas ein Nebenprodukt der Erdölraffinerie ist, hängt seine Verfügbarkeit eng mit der von Benzin und Diesel zusammen.

    Biogas

    Biogas entsteht als nachwachsender Kraftstoff bei der kontrollierten Zersetzung von landwirtschaftlichem Mähgut, Gülle und organischen Abfällen. Das bedeutet für Biogas eine ca. 95 %ige CO2 Neutralität. Um die Qualität von Erdgas zu erreichen, muß Biogas zuvor gereinigt und einem energieintensiven Veredelungsprozeß unterzogen werden. Daher ist die Verbrennung in stationären Anlagen die bessere Alternative zur Verbrennung in Fahrzeugmotoren.

    Herstellung von Biogas:

    Biomasse, wie zum Beispiel Kompost, kann mittels Gärung in Biogas umgewandelt werden. Der Energiegehalt ist direkt vom Methananteil im Biogas abhängig. Die Biogasmenge hängt vom Ausgangsstoff, der Temperatur, dem pH-Wert und der Verweilzeit ab.

    Pflanzenöle



    Reines Pflanzenöl (Salatöl) ist in unbehandeltem Zustand CO2- neutral und frei von Schwefel.

    Bedingt duch die hohe Viskosität und Zündtemperatur muss der Kraftstoff allerdings vorher erwärmt werden, um die Leistung und Lebensdauer des Motors nicht zu beeinträchtigen.
    Um eine ähnliche Viskosität wie fossile Dieselkraftstoffe zu erreichen, wird z.B. Rapsöl mit hohem energetischen Aufwand mit Methylester versetzt. Dieser als Biodiesel (Rapsmethylester) bekannte Kraftstoff kann in vielen neuen Dieselfahrzeugen ohne Umrüstung verbrannt werden.

    Eine Ökobilanz des Umweltbundesamtes bescheinigt aber auch Biodiesel keine guten Noten aus Umweltsicht. Der Anbau von Raps in entsprechenden Mengen würde zu starken ökologischen Nachteilen führen. Als wettbewerbsfähiger Kraftstoff müßte Biodiesel dauerhaft doppelt subventioniert werden: durch Agrasubventionen und die Mineralölsteuerbefreiung.

    Hybridfahrzeuge

    Sie werden mit einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor betrieben. Eine geringe Antriebsleistung schaltet den Elektromotor ein, während hohe Belastungen den Verbrennungsmotor zum Einsatz bringen. Grundsätzlich gibt es bei diesen Fahrzeugen drei Kategorien: Micro-Hybrid, Mild-Hybrid und Full-Hybrid.

    Die Batterie eines Hybridfahrzeuges speichert überschüssige Energie durch Abbremsen oder Bergabfahren mit Hilfe eines Generators, der die elektrische Energie dann an die Batterie abgibt.

    Elektrofahrzeuge

    Entscheidender Vorteil ist auf den ersten Blick, daß diese Fahrzeuge völlig abgasfrei fahren. Der Strom muß jedoch in Kraftwerken zuvor erzeugt werden. Die Ökobilanz bringt nur bei den Stickoxiden einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Ottomotoren. Weitere Nachteile liegen bei den zu schweren und mit kurzer Lebensdauer behafteten Batterien. Auf Grund der eingeschränkten Reichweite und zu hoher Kosten konnten sich Elektrofahrzeuge nicht durchsetzen.

    Alkohol

    Für den Fahrzeugantrieb eignen sich das giftige Methanol oder Ethanol. Im Vergleich zu Otto- und Diesel Motoren bilden sich bei der Verbrennung weniger ozonbildende Stoffe. Methanol wird aus Erdgas hergestellt, wobei bis zu 33% Energie verloren geht. Ethanol wird hingegen aus Weizen oder Zuckerrüben hergestellt. Die Produktion ist teuer und energieintensiv.

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    Biogas im Überblick
    Erdgas und Flüssiggas: Ein Vergleich
    Der Rohstoff Erdgas


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