Ende der Erdöl-Ära?
Nur noch zehn bis fünfzehn Jahre sei eine ausreichende Versorgung mit Erdöl gesichert; diese Kernaussage wurde in einer Studie des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) veröffentlicht.
Demnach werde die Erdölförderung die nächsten Jahren weiter ansteigen und in maximal fünfzehn Jahren den sogenannten „depletion mid-point“ erreichen: den Punkt also, an dem die Hälfte des vermuteten Erdöls gefördert wurde und ab dem mit einem kontinuierlichen Rückgang der Fördermenge zu rechnen ist. Selbst das alternative Ersatzöl, das aus Sand und Schiefer gewonnen wird, könne die stetig wachsende Nachfrage nicht abdecken.
Erdgas hingegen, so stellte der BGR fest, sei noch ausreichend vorhanden, um den Bedarf über Jahrzehnte zu decken.
Spätestens mit dem Erreichen der Höchstfördermenge um das Jahr 2020 wird Erdöl zu teuer sein, um wirtschaftlich als Energieträger eingesetzt werden zu können. Die Folgen für normalverdienende Fahrzeughalter sind verheerend, denn diese werden sich dann kein Benzin oder Diesel mehr leisten können; selbst dann nicht, wenn es Fahrzeuge auf dem Markt gibt, die weniger als drei Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.
Quelle: BGR / Tagesspiegel