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Mit Erdgas in den Süden

Angeregt durch die “Abwrackprämie” kauften wir uns erstmalig im Jahre 2009 ein neues Auto. Um aus der “Abwrackprämie” wirklich eine Umweltprämie zu machen, entschieden wir uns für ein Erdgasauto, einem Opel Zafira 1.6 CNG (94 PS). In Österreich lernten wir die Routenplanung mit gas24 und die damals besonders niedrigen Erdgaspreise in Österreich schätzen. Bei einer Spritztour nach Prag zeigte sich allerdings, dass es ohne Navigationsgerät schwierig ist, manche Erdgastankstellen zu finden. Als weiterer Erfahrungswert kann genannt werden: Die Leistung unseres 7-Sitzers mit 94 PS ist vollbesetzt mit Gepäck am Berg knapp, reicht aber aus. Wir haben ein Modell ohne Klimaanlage, die zusätzlich auf die Leistung ginge – eine größere Familie sollte sich dementsprechend durchaus überlegen, ob sie – falls Opel Zafira – nicht lieber zum 1.6 CNG Turbo mit 150 PS greifen sollte.

Zu Ostern 2010 ging es nun nach Korsika, Sardinien und Rom. Mit Unterstützung von gas24 habe ich die Routen ausgedruckt und ein Overlay für das neue TomTom Navigationssystem besorgt, das bisher aber noch nicht Italien erfasst. In Italien gibt es Navigationsgeräte und einen Atlas für alle Erdgastankstellen. Auch einen Adapter ließ ich mir von gas24 schicken, der jedoch bei den von uns angefahren Gastankstellen nicht notwendig war.

Unser Ausgangspunkt war Fürth, von einem freundlichen Gong des Tomtom auf die Erdgastankstelle Irschenberg (an der A8) aufmerksam gemacht, tankten wir hier vorsichthalber schon hier zum ersten Mal. Wir hätten aber besser noch 70 km weiter bis zum kleinen Ort Wiesing direkt an der A12 weiterfahren sollen, denn in Österreich ist das Erdgas billiger und die von uns schon benutzte, sehr empfehlenswerte Tankstelle Wiesing liegt unmittelbar an der Autobahn und wurde vom Navi ebenfalls mit einem freundlichen Gong gemeldet.

300 Kilometer weiter nahmen wir die empfehlenswerte Tankstelle Rovereto (nahe Gardasee), in Italien muss man nun die Adresse aus dem gas24 Routenplaner manuell in das Navi eingeben. Ohne Navi wäre diese Tankstelle schwer zu finden, sie liegt zwar nicht weit von der Brennerautobahn, aber ziemlich isoliert außerhalb der Siedlung in einem Industriegebiet, wie viele der „metano“-Tankstellen, die ausschließlich Gas abgeben.



An der einsamen, aber empfehlenswerten "metano"-Gastankstelle in Rovereto. Hier kann man einen Erdgasatlas für Italien erwerben.

Entsprechend der Reichweite des Autos war die nächste Tankstelle bei Livorno aufzusuchen, ebenfalls eine ziemlich einsame „metano“, die ohne Navi kaum zu finden gewesen wäre. Die 385 km nach Livorno hat der in Rovereto gefüllte Gastank bei vollbeladenen Auto mit Dachbox nicht ganz geschafft, der Benzinzusatztank musste helfen. In Livorno ging es auf die Fähre nach Korsika, wo es keine Gastankstellen gibt.



Auf Korsika gibt es keine Erdgastankstellen, Volltanken am Fährhafen Livorno ist angesagt. Korsika ist nicht groß, aber die Strecken kurvenreich, so dass der Verbrauch recht hoch ist.

Wir dachten, eine volle Gasfüllung reicht vielleicht für die Durchquerung von Korsika. Der Verbrauch war aber aufgrund der kurvenreichen Strecken dort deutlich höher, wir mussten auf den Benzintank und die mitgenommen Benzinkanister zurückgreifen. So arbeiteten wir uns von Bastia und dem Cap Corsa an der Westküste entlang zur Hauptstadt Ajaccio und weiter zur südlichsten Stadt Bonifacio vor. Dort ging es mit der Fähre nach Sardinien, auch dies ein gasloses Eiland.



Strand an der Punta di Rondinara im Norden nahe Korsikas schönster Stadt Bonifacio – von dort kann man auch nach Sardinien übersetzen.

Um von dort nach Rom zu kommen, nahmen wir die Fähre nach Civitia Vecchio: Ärgerlich, die dortige Gastankstelle fand das Navi nicht, also mussten wir mit Benzin nach Rom. Dort wurden wir jedoch verwöhnt: die Gastankstelle in der Via Aurelia lag direkt gegenüber unserem (sehr empfehlenswerten) Campingplatz Roma, so dass wir nach drei Tagen Rom ohne große Umstände nach Florenz fahren konnten. Nun war die Route über Florenz nicht eingeplant gewesen, so dass ich keine Tankstellen herausgesucht hatte, aber wir hatten Glück: Direkt am Zubringer SR 2 zur A1 (Autostrada del Sol) nach Bologna findet sich eine „Beyfin“ Tankstelle – in Gegensatz zur “metano” war das eine konventionelle Tankstelle, die Benzin und Erdgas abgibt.

So erreichten wir mit einer Füllung wiederum die schon am Hinweg benutzte “metano”-Tankstelle in Revereto und von dort die OMV-Tankstelle in Kufstein, bei der ich allerdings etwas enttäuscht über den Preis war – im Jahr zuvor lagen die Preise in Österreich deutlich unter jenen in Deutschland, jetzt war es derselbe Preis. Lag es an der Grenznähe, oder ist der Preis in Österreich seit letztem Jahr gestiegen?

Von Kufstein kamen wir mit der Tankfüllung wieder zurück nach Fürth – die Spritkosten für unsere gefahrenen 3000 km lagen ca. 30 Prozent unter jenen mit Benzin, von der Umweltschonung völlig abgesehen. Allerdings sollte man ein Navigationsgerät mitnehmen, der Zeitaufwand für das Suchen von Tankstellen in Italien ist ansonsten selbst mit Atlas ziemlich hoch. Der vorsorglich bei gas24 geliehene Tankadapter war zumindest bei den von uns angefahrenen Tankstellen nicht notwendig.

Last not least: Dank an gas24 für den Service (Overlay, Routenplanung, Adapter)!

Das gas24 Team dankt Herrn Mayer für diesen Beitrag!

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