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Elektroauto aufladen mit Biomethanmotor



Was wäre, wenn Elektrofahrzeuge und Biomethan nicht länger im Widerspruch zueinander stünden? In Italien haben drei Unternehmen gerade Malya vorgestellt, ein Elektroauto-Konzept, dessen Verbrennungsmotor die Räder nicht antreibt. Sein einziger Zweck: Strom zu erzeugen, um die Batterie aufzuladen und die Reichweite zu erhöhen.

Das Prinzip ist einfach. Der Antrieb erfolgt zu 100 % durch einen Elektromotor und eine Batterie. Der mit Biomethan betriebene Verbrennungsmotor treibt die Räder nie an. Er dient ausschließlich als Generator und lädt die Batterie auf, sobald deren Ladezustand niedrig ist.

Ziel ist es, den Fahrspaß eines Elektroautos zu erhalten und gleichzeitig die Sorgen vor langen Fahrten oder fehlenden Ladestationen zu reduzieren. Drei Konfigurationen werden in Betracht gezogen: eine vollelektrische, netzgebundene Version, eine Version mit Reichweitenverlängerer, der mit Bio-Erdgas betrieben wird, und eine Hybridversion.



Quelle: Federmetano

Italien verfügt bereits über ein riesiges Liefernetzwerk

Für Federmetano, den Hauptförderer des Projekts, ist die bestehende Infrastruktur einer der größten Vorteile.

„Das Projekt kann auf das am weitesten entwickelte Netz von Erdgas- und Flüssigerdgas-Tankstellen in Europa zurückgreifen, das bereits in der Lage ist, 100 % erneuerbares Biomethan zu vertreiben“, erklärt Dante Natali, Präsident von Federmetano.

Italien verfügt über mehr als 1.600 CNG-Tankstellen, was es einem Auto wie dem Malya ermöglichen würde, in weiten Teilen des Landes zu tanken, ohne auf den Aufbau neuer Infrastruktur warten zu müssen.

Diese Vision deckt sich mit derjenigen, die der BioNGV-Sektor seit Jahren vertritt: Das Netz existiert bereits, der Kraftstoff ist erneuerbar und die Technologie ausgereift. Mit seiner Reichweitenverlängerungsarchitektur versucht Malya, zwei Welten zu vereinen, die oft als Konkurrenten dargestellt werden: Strom und erneuerbares Gas.





Keine Gigafabriken, sondern „Nanofabriken“

Über die technische Konfiguration hinaus verfolgt das Projekt auch einen anderen industriellen Ansatz. Die Planer konzentrieren sich auf „Nanofabriken“, Produktionsstätten, die kleiner und flexibler sind als herkömmliche, gigantische Autofabriken. Die Idee ist, Kleinserien zu fertigen, die auf spezifische Bedürfnisse zugeschnitten sind, anstatt das Gigafabrik-Modell zu kopieren.

Ob der Malya jemals Realität wird, bleibt abzuwarten. Weder Preis noch Veröffentlichungsdatum oder endgültige technische Daten wurden bisher bekannt gegeben. Angesichts der Schwierigkeiten, mit denen kleine Hersteller im hart umkämpften Automobilmarkt konfrontiert sind, ist es zweifelhaft, ob der kleine Malya jemals auf unseren Straßen zu sehen sein wird. Wir würden es uns aber wünschen.




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